Ich bin immer noch da!

Ja, Ja, Ja… es ist echt ein Kreuz mit dem Typ. Schon wieder seit Wochen Sendepause. Aber ich schwöre euch, mit der Menge an Zeit, die ich in meine letzte Hausarbeit für’s Studium investiert habe, könnte ich diesen Blog hier für’n halbes Jahr am Leben halten… Und es war – zumindest, wenn mein Plan funktioniert – wortwörtlich die letzte Hausarbeit. Bahn frei zum Bachelor ist das Motto des zweiten und dritten Quartals 2017.

Ich habe in letzter Zeit ein paar Mal mit Wehmut an meine brachliegende Bleiwüste gedacht; stets vom Gedanken getrieben, dass ich dieses oder jenes JETZT eigentlich kommentieren müsste. Stattdessen habe ich mich auf Facebook auf das eine oder andere Scharmützel eingelassen, weil ich nicht aus meiner Haut kann und es mich immer wieder entsetzt, „wie viel Meinung man für so wenig Wissen haben“ kann um ein Internet-Meme zu zitieren, welches ich neulich geteilt habe. Tatsächlich scheint es so zu sein, dass man, je weniger man tatsächlich über eine Sache weiß, um so selbstgewisser Bullshit über diese Sache erzählen kann. In dieser Disziplin haben das Blonde Föhnlöckchen im braunen Haus (Weiß ist daran im Moment bestenfalls der Anstrich) und seine Vollhonk-Sprachrohre in den letzten Wochen neue Bestmarken gesetzt, die vermutlich eine ganze Weile Bestand hätten – wenn sie nach gegenwärtigem Stand der Dinge nicht noch 3 Jahre und 10 Monate Zeit hätten, sich selbst zu übertreffen.

Mehr habe ich dazu nicht zu sagen; wortwörtlich Tausende von Kommentatoren arbeiten sich an ihm und seiner Heldentruppe ab, während sich hier bei uns Dramen ganz anderer Art ankündigen. Ich bin Sozialdemokrat. Ich habe das schon oft gesagt, stets auch genau so gemeint und hatte nicht vor, daran was zu ändern. Aber Martin Schulz zum Messias zu stilisieren ist ungefähr genauso daneben, wie Angela Merkel als alternativlose Führerin der Nation zu bezeichnen. Wir haben Wahlkampf und ich musste zur Kenntnis nehmen, dass, ganz gleich in welches Aschermittwochszelt man auch schauen durfte (ja, ich weiß, bei den Dunkelroten ist es immer ein Dampfer) das einzig gehaltvolle die angebotenen Getränke waren (und vielleicht das Essen, konnte man leider nicht so genau sehen).

Kipping, Seehofer, Lindner, Merkel, Schulz, Göring-Eckard… vollkommen egal, sie haben alle nur heiße Luft bewegt. Und da war ja noch eine; dieses möchtegern-intellektuelle Abziehbild einer stolzen Mutterkreuz-Trägerin. Ich werde den Namen nicht mehr nennen, denn wenigstens diesbezüglich hat dieser vollkommen unsägliche Schulz-Hype die Verhältnisse zurecht gerückt. Die dämliche braune Soße ist nicht das Volk, sondern lediglich ein – zugegebenermaßen unansehnlicher – Teil unserer Gesellschaft, den wir als gute Demokraten aushalten müssen und werden. Sie dürfen gerne in den Bundestag, dort werden sie sich genauso entzaubern, wie auf Landesebene und in fünf Jahren ist der Spuk vorbei. Die sind nämlich schlecht für’s Geschäft und darauf lässt sich hier kaum einer ein, der bei Verstand ist.

Ich bin wirklich gespannt, ob die SPD es schafft, ihre eigene Sinn-Entleertheit abzuwerfen und wieder zu einer ernst zunehmenden demokratischen Kraft zu werden. Dafür muss Herr Schulz aber in den Sachthemen noch einige Briketts nachlegen. Meinen Segen hat er, wenn er das schafft, denn noch mal vier Jahre in den Topor gemerkelt zu werden, halte ich vermutlich nicht aus, ohne irgendwann auszuticken. Die soll mit ihrem Professor wandern gehen, da kann sie keinen weiteren Schaden anrichten. In diesem Sinne – schönen Sonntag noch.

PS: Ich komme wieder – und diesmal früher!

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