A snipet of Interview

Nachdem ich die Idee mangels Zeit, mangels Interesse, ja auch mangels Kraft für eine ganze Weile ad acta gelegt hatte, habe ich nun, nach einer Weile der Introspektion neue Lust darauf bekommen, Interviews zu führen. Leider hat es ja bis heute nur ein einziges auf mein Blog geschafft und das ist schon eine Weile her. Dennoch bedeutet aufgeschoben ja üblicherweise nicht aufgehoben. Darum erneuere ich hiermit meinen Aufruf an Leute, die Lust haben sich von mir zu allen Dingen des Lebens befragen zu lassen. Wie sich so etwas anhören kann, erfährt man hier!

Ich bin da ganz offen: ich möchte das einerseits machen, um meine Skills als Sozialwissenschaftler zu schärfen, aber auch, weil mir daran gelegen ist, die verschiedensten Menschen zu Wort kommen zu lassen. Das einzige Problem ist, dass ich bislang kein richtig gut funktionierendes und vor allem auch juristisch unbedenkliches Tool gefunden habe, mit dem sich Telefon-Interviews führen lassen, so dass ich hier darauf angewiesen bin, zu Besuch zu kommen, oder besucht zu werden.

Die Sache liegt mir deshalb am Herzen, weil ich der Meinung bin, dass man in den Medien zu oft so genannte Experteninterviews findet, also solche, wo ein ausgewiesener Spezialist zu irgendeinem Sachverhalt befragt wird. Ist ja auch ganz nett, wenn man in seiner Sendung jemanden hat, der den Leuten die Welt erklärt. So was will ich aber gerade nicht. Mich interessieren Menschen wie du und ich und wie sie ihre Welt sehen. Selbstverständlich ist dabei garantiert, dass man sich vorher darüber unterhält, ob es Fragen gibt, die der Interviewpartner vielleicht nicht öffentlich beantworten möchte; religiöses Bekenntnis und sexuelle Orientierung sind hier oft problematisch. Ebenso ausgeschlossen ist eine so genannte Zweitverwertung, also zum Beispiel eine Textanalyse für wissenschaftliche Zwecke. Es sei denn natürlich, der Interviewte stimmt dem ausdrücklich zu. Von Anfang an mitgedacht habe ich es allerdings nicht.

Ich möchte vielmehr versuchen, über die Zeit eine Art kondensiertes Panoptikum aufzubauen. Unter anderem, weil Menschen mir am Herzen liegen. Und weil soziologische Quer- oder Längsschnitts-Untersuchungen irgendein spezielles Forschungsziel haben, dem sie gerecht werden müssen. Ich möchte mich einfach nur mit Menschen unterhalten und sehen, was dabei herauskommt. Wer also Lust hat, darf sich gerne bei mir melden!

Dieser Beitrag wurde unter Schnipsel veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.